Wir sind stolz auf die starken Wurzeln unserer Schule
Als erste Schule Bayerns für Kinder mit einer geistigen Behinderung ist unsere Schulgeschichte untrennbar mit der Geschichte des Bildungsrechts für diese Kinder verbunden. Die Gründung unserer Einrichtung ist von großen Namen der Heilpädagogik geprägt.





In den fünfziger Jahren wurden Kinder mit einer geistigen Behinderung als bildungsunfähig erachtet und darum generell vom Schulbesuch befreit. Mathilde Eller, die Gründerin unserer Schule, widersetzte sich diesem gesellschaftlichen Konsens und es gelang ihr, andere Lehrkräfte für ihre Ideen zu begeistern und geistig behinderten Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.
In der schulpolitischen Auseinandersetzung der frühen sechziger Jahre über die Form der Eingliederung von Kindern mit einer geistigen Behinderung in das öffentliche Erziehungssystem gelang es Mathilde Eller und dem Lehrer Otto Speck, ihre Forderung nach dem grundlegendem Recht auf Bildung und Erziehung durch eine Lehrkraft für alle Kinder gegen das politisch favorisierte „Tagesstättenmodell“ ohne Bildungsanspruch durchzusetzen.
Mathilde Eller engagierte sich auch künftig lebenslang für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Sie war maßgeblich an der Entwicklung und dem Aufbau weiterer lebensrelevanter Einrichtungen für Menschen mit einer geistigen Behinderung beteiligt. Für ihr Lebenswerk erhielt Mathilde Eller das Bundesverdienstkreuz und den bayerischen Verdienstorden.
Prof. Dr. Otto Speck wurde später als Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhles für Geistigbehindertenpädagogik an der LMU München zu einer der prägenden Persönlichkeiten der Heilpädagogik im deutschsprachigen Raum. Sein Einsatz für Würde, Teilhabe und Bildung aller Kinder – unabhängig vom Schweregrad ihrer Behinderung – ist international anerkannt.
Die Gründungsgeneration formulierte seinerzeit einen visionären und damals auch radikalen Anspruch auf Bildung für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Dieser bildet auch heute die Grundlage der Arbeit der Kollegien unserer Schulen. Wir sind stolz auf diese starken geistigen Wurzeln und ebenso auf diese gute kämpferische Tradition.
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1935/36 |
Mathilde Eller besucht den letztmalig genehmigten staatlichen Ausbildungslehrgang für Hilfsschullehrkräfte und versucht während der Nazi Diktatur Menschen mit geistiger Behinderung vor den Nazis zu schützen. Dabei gerät sie ins Visier der Gestapo. |
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nach 1936 |
Neben der Tätigkeit an verschiedenen „Hilfsschulen“ in München unterrichtet sie als „bildungsunfähig“ von der Schulpflicht „befreite“ Kinder und Jugendliche in ihrer Privatwohnung und zeigt, dass diese sehr wohl schulisch lernfähig sind. |
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1959 |
Erstmals sogenannte Versuchsklassen für geistig behinderte Kinder und Jugendliche an der Hilfsschule in der Klenzestr. 48: Schulleitung Mathilde Eller. |
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1961 |
Oktober: feierliche Einweihung des Neubaus der Hilfsschule mit Versuchsklassen für Kinder mit einer geistigen Behinderung. |
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1962 |
Josef Binder wird neuer Schulleiter als Mathilde Eller zur ersten Schulrätin für Hilfsschulen berufen wird. |
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1963 |
Anerkennung der schulischen Bildungsfähigkeit von Kindern mit einer geistigen Behinderung. Errichtung von „Hilfsschulsonderklassen für geistig behinderte Kinder“ an der Klenzestr 27. Entwicklung erster methodisch-didaktischer Unterrichtsentwürfe von Dr. Otto Speck und Mathilde Eller. |
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1964 |
Das von Mathilde Eller und Otto Speck formulierte grundlegende Recht auf schulische Bildung für Kinder mit einer geistigen Behinderung setzt sich im Bildungspolitischen Ausschuss des Landtages gegen das eigentlich favorisierte Modell eines Tagesstättenangebots ohne expliziten Bildungsanspruch durch. |
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1968 |
Siegfried Pöhnl wird neuer Schulleiter der Klenzeschule. |
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1969 |
Einsetzung der ersten Schulbusbeförderung. |
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1971 |
Das Schulsekretariat beginnt seine Arbeit. |
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1977 |
Eröffnung der Heilpädagogischen Tagesstätte der Stadt München. |
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1979 |
Markus Katzer wird neuer Schulleiter. |
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1980 |
In Betriebnahme des 1. Aufzuges |
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ab 1980 |
In Zusammenarbeit mit dem neu geschaffenen Lehrstuhl für Geistigbehindertenpädagogik von Prof. Dr. Otto Speck werden Studierende an der Schule praktisch ausgebildet. |
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1989 |
Beginn der Schulpartnerschaft mit der Einrichtung Mont Riant in Marseille. Über 10 Jahre finden gegenseitige Besuche von Gruppen statt. |
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1999 |
Nach dem Tod Mathilde Ellers wird die „Klenzeschule“ in „Mathilde-Eller-Schule“ umbennant. |
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1998 – 2001 |
Umbau und Sanierung der Gebäude bei laufendem Betrieb. Auslagerung einzelner Klassen. |
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2001 |
Festakt anlässlich der Eröffnung der neuen Stockwerke, des Verwaltungstraktes |
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2002 |
Erwin Falchs wird neuer Schulleiter. |
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2007 |
November: Gründungsversammlung des Fördervereins Mathilde Eller. |
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2008 |
Devrim Uygun ist die erste Schulsozialarbeiterin an einer Schule mit dem FS geistige Entwicklung. |
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2008 |
Michael Jaletzke wird neuer Schulleiter. |
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2011 |
50 Jahre Mathilde-Eller-Schule, großer Festakt im Oktober. |
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2008 – 2016 |
Stetig steigende S-Zahlen erfordern räumliche Erweiterungen. |
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2016 |
Aufnahme des Betriebs im Neubau in der Margarethe Danzi Str. 13 für die Klassenstufen 1 – 6 mit dem Auftrag inklusiven Arbeitens mit der Grundschule am Campus. |
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2018 |
Ulrike Stöger wird neue Schulleiterin. |
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2018 |
Aufnahme des Betriebes in der Aubinger Allee mit zunächst 4 Klassen. |
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2018 – 2023 |
Weiterhin dramatisch anwachsende Schülerzahlen. |
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2023 |
Teilung der Schule in Mathilde Eller-Schule 1, Klassen 1-6 an den Standorten Danzistr. und Aubing und Mathilde-Eller-Schule 2, Klassen 7-12 in der Klenzestr. |

Unser Schulfilm



